In memoriam Pater Jiju Kilukkan ISch
Mit großer Bestürzung und tiefer Trauer musste der Pfarrverband von seinem geschätzten Seelsorger Pater Jiju Kilukkan Abschied nehmen, der völlig unerwartet tödlich verunglückte. Sein plötzlicher Tod erschüttert uns alle zutiefst. Wir haben ihn nicht nur als Priester, sondern auch als einfühlsamen Zuhörer und lebendigen Zeugen des Glaubens erlebt. In seinem Dienst hat er die Frohe Botschaft verkündet und war für die Menschen in unserer Pfarrgemeinde stets mit offenem Herzen da.
Pater Jiju erhielt im Jahr 2008 im indischen Bangalore die Priesterweihe und wirkte dort als Kaplan und später in einem Kinderheim des Schönstatt-Padres. Nach einem Postgraduiertenstudium wurde er zum Rektor der Minor-Seminaristen ernannt. 2023 kam Pater Jiju nach Deutschland und wirkte seit 2024 als Priester und Seelsorger in unserem Pfarrverband.
Ein Apfelbäumchen für Pater Jiju
Am Dienstag, den 5. Mai, als in der Heimat von Pater Jiju der Beerdigungsgottesdienst gefeiert wurde, pflanzten zeitgleich Menschen im Pfarrverband Laim ein Apfelbäumchen - als bleibende Erinnerung für unseren Seelsorger. Pfarrverbandsleiter Pfarrer Georg Rieger: "Pater Jijus sterblicher Leib wurde in die Erde gelegt. Zur selben Zeit haben wir im Pfarrgarten von Zwölf Apostel ein Apfelbäumchen gepflanzt. Möge es reiche Frucht bringen, wie das Leben von P. Jiju reiche Frucht gebracht hat."
Bei der Pflanzaktion sangen die Anwesenden zu Ehren von Pater Jiju das Magnificat.
Gottesdiest für Pater Jiju in seiner Heimat
Die Aufzeichnung des Gottesdienstes in der Heimat Pater Jijus kann über diesen Link nochmals nachverfolgt werden:
https://www.youtube.com/watch?v=4zJ6tr15N-c
(Bitte beachten Sie: Der Livestream bietet auch den Anblick des offenen Sarges und kann für manche Menschen emotional belastend oder verstörend sein.)
Im Gebet bleiben wir mit Pater Jijus Familie und seiner Heimatgemeinde verbunden.
Bewegender Abschied im Pfarrverband - Voller Dankbarkeit und tiefer Verbundenheit
Am Montag, 27. April, genau eine Woche nach dem tragischen tödlichen Unglück, hatte in der Pfarrkirche Zu den heiligen Zwölf Aposteln das feierliche Requiem für unseren verstorbenen Seelsorger Pater Jiju Kilukkan stattgefunden. Es wurde in einer sehr würdevollen und zugleich tief bewegenden Atmosphäre gefeiert. Zahlreiche Priester, viele Mitbrüder aus dem Schönstatt-Orden, dem der Verstorbene angehört hatte, sowie eine große Zahl von Gläubigen waren zusammengekommen, um Abschied von Pater Jiju zu nehmen. Seine Familie und Freunde in der indischen Heimat konnten über Livestream an der Feier teilnehmen und waren so mit der Trauergemeinde verbunden.
Aufzeichnung des Requiems für Pater Jiju Kilukkan
Bildeindrücke von dem Requiem
Die feierlich gestaltete Liturgie und die musikalische Begleitung durch den Kirchenchor von Zwölf Apostel verliehen der Feier einen besonderen Rahmen. In seiner Trauerpredigt würdigte Pater Arkadiusz Sosna, Generalleitung der Schönstatt-Patres international, das Leben und Wirken von Pater Juju und fasste dessen selbstlose Hingabe als Seelsorger, sein Leben und sein grenzenloses Engagement für die Menschen eindrucksvoll in Worte. „Er ist im treuen Dienst gestorben. “ Pfarrer Georg Rieger, Leiter des Pfarrverbands Laim, in dem Pater Jiju zuletzt wirkte, sprach dem Verstorbenen tiefen Dank aus: „Jiju, Du hast uns einander nähergebracht, hast uns viele Früchte geschenkt, hast Menschen neu erblühen lassen.“
Letzter Weg zum Altar – getragen von Liebe und Erinnerung
Ein besonders ergreifender Moment war am Ende der Trauerfeier das Abschiedsritual aus dem syro-malabarischen Ritus, mit dem Pater Jijus Mitbrüder seinen Sarg zum Altar trugen und dazu indische Gebete sprachen. Die große Anteilnahme zeigte, wie sehr die Menschen den Verstorbenen geschätzt und geliebt hatten.
Am Ende der Feier nutzten zahllose Menschen die Gelegenheit, sich persönlich am Sarg von Pater Jiju zu verabschieden – Abschied in stiller Dankbarkeit und Trauer, Abschied von einem Seelsorger, der viele Herzen berührt hat und dessen Wirken unvergessen bleiben wird. Der Leichnam von Pater Jiju wird in seine indische Heimat überführt und dort bestattet werden. Möge er in Frieden ruhen.
Kondolenzbuch in memoriam Pater Jiju Kilukkan ISch
Mit einer kleinen Gedenkandacht im Kreis der Mitarbeiter*innen wurde am Mittwoch, den 18. Juni das Kondolenzbuch an die Vertreter der indischen Schönstatt-Kommunität übergeben.
Pater Binoy und Pater Robin sorgen dafür, dass es der nächste Heimaturlauber von Schönstatt nach Kerala zur Familie Kilukkan bringt und auch für sie übersetzen kann.
Auf ca. 40 Seiten haben Mitfeiernde des Requiems, Einzelne und Gruppierungen aus unserem Pfarrverband persönlich Abschied von Pater Jiju genommen und sprechen seiner Familie ihre tiefe Anteilnahme aus.