Kirche mitgestalten – Namen Jesu und seine Potentiale

Wie wollen und können wir mit kirchlichen Immobilien umgehen, die nicht mehr in dem Umfang wie vor vierzig Jahren für das Gemeindeleben genutzt werden? Welche Nutzungen werden gebraucht, welche zusätzlich gewünscht und welche sind in den Bestandsgebäuden umsetzbar? Ein siebenköpfiges Team von Studentinnen und Studenten des Fachbereichs Entwicklung sozialer Räume der Hochschule München beschäftigte sich in den vergangenen Monaten am Beispiel unserer Pfarrei Namen Jesu mit diesen Fragen. Im Rahmen ihres Semesterprojekts und in Kooperation mit der Hans Sauer Stiftung luden die Studentinnen und Studenten im April und Mai zu zwei offenen Workshops ein. Bei einer sehr gut besuchten Abschlussveranstaltung präsentierten die Studentinnen und Studenten jüngst die Ergebnisse der Workshops.

Die Verwaltungsleiterin im Pfarrverband Laim, Monika von Heeg und Pfarrer Georg Rieger hatten sich im Sommer 2025 für dieses Projekt beworben und den Zuschlag erhalten. Interessierte, Gemeindemitglieder sowie Nachbarn und Ideengeber hatten die Gelegenheit, sich zu beteiligen und ihre Wünsche und Anregungen für mögliche künftige Nutzungen einzubringen. Bedarfe wie auch Potentiale vor Ort wurden unter Führung der Studentinnen und Studenten unter die Lupe genommen. Feste Parameter der Ideensammlung waren für den Standort lediglich die Kirche und die KiTa. 

Die KiTa musste vor sechs Jahren aufgrund verschiedener Mängel aus ihrem Gebäude in ein Übergangsquartier am Albertinum in der Nähe des Westparks umziehen. Dass sie wieder nach Namen Jesu zurückkehrt, ist nicht nur der Wunsch vieler Gemeindemitglieder und der Verantwortlichen vor Ort, sondern auch des Erzbischöflichen Ordinariats.

Abschlussveranstaltung ist Auftakt für Weiterentwicklung

Bei einer sehr gut besuchten Abschlussveranstaltung präsentierten die Studentinnen und Studenten jüngst die Ergebnisse der Workshops und zeigten auf: Es besteht Einigkeit darüber, dass das kirchliche Umfeld als lokales Zentrum für Gemeinschaft, Soziales und Kultur belebt werden soll. Gewünscht werden etwa ein Café, Räume für Mehrgenerationenprojekte, Jugend- wie auch Seniorenarbeit sowie kulturelle Veranstaltungen. Die Kirche könnte verbindende Kooperationspartnerin werden, um ein größeres Netzwerk im Stadtteil zu knüpfen. Einen Vorgeschmack darauf, wie es in Zukunft in Namen Jesu sein könnte, gab die Abschlussveranstaltung selbst. Am sommerlichen Abend kam man im Innenhof von Namen Jesu ins Gespräch und nutzte die Gelegenheit zum Austausch. Den Abschluss des Abends bildete ein kleines Orgelkonzert in der kühlen Kirche und ein gemeinsames Pizzaessen im schattigen Kirchhof. 

Das Projekt der Studentinnen und Studenten schuf nicht nur Aufmerksamkeit für das Thema, sondern brachte auch viele Interessierte zusammen, darunter Vertreterinnen und Vertreter der Kommunalpolitik sowie benachbarter sozialer Einrichtungen. Und es stellt zugleich den Auftakt für weitere Planungen dar.

Ausblick und nächster Schritt

In einem nächsten Schritt sollen sich die im Stadtteil vorhandenen Interessensgruppen vernetzen und konkrete Möglichkeiten der Finanzierbarkeit, Vermietung oder Trägerschaft für künftige Nutzungen der Räume besprechen. Welche Nutzungen lassen sich wirklich realisieren und mit welchen konkreten Partnern? Die Ergebnisse des Studentenprojekts sollen in diese nächsten Überlegungen mit einfließen und Impulse für die Weiterentwicklung geben.

Dieser Abend zeigte deutlich, dass in Laim ein großes Interesse an einem gemeinsamen sozialen-kulturellen Zentrum vor Ort mit kirchlicher Anbindung besteht.

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